Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel
Bernd Wiesberger in Kitzbühel Vierter –
Japaner Kota Kaneko feiert Premierensieg auf DP World Tour
Kitzbühel, 31. Mai 2026. – Bei der erstmaligen Austragung der Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol gab es mit Kota Kaneko einen Premierensieger auf der DP World Tour! Der Japaner gewann mit einer 67er-Schlussrunde (-3) und einem Gesamtscore von 262 Schlägen (-18) das mit 2,75 Millionen Dollar dotierte Turnier am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith. Für den bisher größten Erfolg in seiner Karriere wurde Kaneko mit einem Siegerscheck in Höhe von 467.500 Dollar belohnt. Die Österreicher Bernd Wiesberger und Maximilian Steinlechner führten in der Finalrunde das Leaderboard zwischenzeitlich an, am Ende wurde Wiesberger als geteilter Vierter bester Österreicher.
Bernd Wiesberger war mittendrin in der Titelvergabe bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol, als vor seinem zweiten Schlag auf der 17. Bahn das Turnier wegen eines herannahenden Gewitters unterbrochen werden musste. Als nach etwas mehr als einer Stunde die Finalrunde fortgesetzt wurde, geriet Wiesbergers Annäherung zu kurz – ein Schlag aus dem hohen Gras und zwei Putts bedeuteten das Bogey, mit dem die Siegchance des Burgenländers dahin war. Mit einer 66 (-4) und dem Total von 265 (-15) wurde es für Wiesberger am Ende Platz vier.
„Wenn man auf dem 15. und 16. Loch noch knapp daran kratzt, ganz vorne dabei zu sein, war es jetzt nicht das Finish, das man sich erhofft. Auch wenn es nicht ganz gereicht hat, war es eine Super-Woche und ein Super-Turnier – und das nicht nur für mich, sondern generell für den Golfsport in Österreich. Max (Steinlechner, Anm.) und Sepp (Straka, Anm.) haben auch starke Leistungen gezeigt. Ich glaube, wir können als Golfland auf die Tage hier in Kitzbühel sehr stolz sein“, meinte Wiesberger, der sich im „Race to Dubai“ um fünf Plätze auf Position zwölf verbesserte.
Maximilian Steinlechner, der die Finalrunde in einem Flight mit Sepp Straka bestritt, lieferte zum Abschluss seines Heimturniers eine tiefrote 65er-Runde (-5) ab und landete in der Endabrechnung mit 266 Schlägen (-14) auf dem geteilten siebenten Rang. Damit machte der Tiroler im „Race“ 31 Plätze gut und ist jetzt 102. Mit sechs Birdies auf den ersten elf Löchern drehte Steinlechner zunächst gehörig auf und lag sogar kurz an der Spitze des Leaderboards. Im Finish wollte kein Birdie mehr gelingen, den Finaltag beendete Steinlechner mit einem Bogey auf dem Schlussloch. „Natürlich wünscht man sich eine geile Runde am Sonntag. Ich war auch sehr nah dran, das Bogey am letzten Loch macht halt keinen Spaß. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Das Ergebnis bringt mich im ,Race‘ sicher ein bisschen nach vorne. Ich bin jetzt noch eher hinten angesiedelt, aber die Saison ist ja noch lang. Jetzt habe ich ein bissl einen Schwung gekriegt. Es geht schon in die richtige Richtung. Und spielerisch ist ja im Grunde alles da“, bilanzierte ein zufriedener Steinlechner.
Sepp Straka spielte am Sonntag fünf Birdies bei zwei Bogeys, die daraus resultierende 67 (-3) ergab gesamt 12 unter Par und am Ende Platz zwölf. „Ich habe ganz gut gespielt. Es war ein bisschen unterschiedlich auf den Grüns, aber sonst war es eigentlich ein ziemlich gutes Turnier“, meinte Straka.
Straka hat sich in dieser Woche als riesiger Publikumsmagnet bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol erwiesen. An den vier Turniertagen strömten Menschenmassen zu den Flights des zweifachen Ryder-Cup-Champions. „Das Positivste generell war die Stimmung. Es war Wahnsinn, vor diesen Fans zu spielen. Hier sind mehr Leute mit mir mitgegangen als bei einem Major-Turnier. Die Unterstützung war einzigartig“, verabschiedete sich Straka wieder in Richtung US-PGA-Tour.
Kitzbühel, 28. Mai 2026. – Die Szenerie um 7.50 Uhr am Donnerstagmorgen am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith sorgte für echtes Gänsehaut-Feeling! Eine große Zuschauerkulisse hatte sich am zehnten Tee eingefunden, um den ersten Abschlag des heimischen Star-Golfers Sepp Straka bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol mitzuerleben. Fünf Stunden später gab der vierfache Turniersieger auf der PGA-Tour seine Scorekarte mit 67 Schlägen (-3) ab und schwärmte danach über die große Fan-Unterstützung auf seiner ersten Turnierrunde in Österreich seit acht Jahren. Stark startete der Tiroler Lokalmatador Maximilian Steinlechner, der sich mit einer 65er-Runde (-5) für den weiteren Verlauf seines Heimturniers in eine gute Position brachte.
Nach außen hin zwar gewohnt ruhig, aber innerlich doch ein wenig aufgewühlt, wie er nach der Runde zu Protokoll gab, leistete sich Straka gleich auf seinem ersten Loch bei der Annäherung auf das zehnte Grün einen Schlag ins Wasser. Straka rettete aber nach dem fälligen Strafschlag und einer guten Annäherung unter dem Jubel der Zuschauer das Par. Der Publikumsliebling musste sich in weiterer Folge bis zu seinem elften Loch in Geduld üben. Dem Birdie auf dem Par 4 der zweiten Bahn ließ er zwei weitere Schlaggewinne folgen, ehe es mit zwei Bogeys wieder in die falsche Richtung ging. Mit zwei Birdies auf den Löchern 7 und 9 wurde es letztlich eine solide 67 (-3).
„Der Support heute war von Beginn an wirklich super. Es war ja doch eine frühe Startzeit, trotzdem waren schon viele Leute dabei und haben mich angefeuert. Das war sehr wichtig, diese Energie habe ich gefühlt und auch gebraucht, denn am Anfang war mein Spiel noch nicht ganz so da. Aber nach jedem gelochten Putt und einem guten Eisen nahe ans Loch wurde wahnsinnig gejubelt. Mit dem Score bin ich sehr zufrieden, vor allem das kurze Spiel war wirklich gut. Nachdem es am Beginn noch etwas schwierig war, habe ich mich auf den zweiten neun Löchern immer wohler gefühlt“, fasste Straka seinen Arbeitstag zusammen.
Bärenstark präsentierte sich Lokalmatador Maximilian Steinlechner auf seiner Startrunde. Der Tiroler notierte nicht weniger als acht Birdies, da fielen auch ein Bogey und ein Doppelbogey nicht ganz so schwer ins Gewicht. „Coole Atmosphäre, das Wetter war auch gut – so kann es weitergehen“, erklärte Steinlechner, der auch sehr abgebrüht mit der Tatsache umgeht, dass das heimische DP-World-Tour-Turnier in diesem Jahr in seiner engeren Heimat ausgetragen wird. „Ich genieße es einfach, dass die Austrian Alpine Open heuer in Tirol stattfinden, und mache mir deshalb sicher keinen Stress“, so Steinlechner, der sich in dieser Woche noch viel zutraut.
„Ich weiß, dass ich vom Spielerischen her vorne mitmischen kann, aber es liegt noch viel Golf vor mir. Jetzt gilt es einmal, morgen dort anzuschließen, wo ich heute aufgehört habe.“
Aufkommender Wind sorgte am Donnerstagnachmittag für zunehmend schwierige Bedingungen in der Auftaktrunde der mit 2,75 Millionen Dollar dotierten Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol. Einer, der noch am besten mit den anspruchsvollen Verhältnissen auf dem Par-70-Kurs am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith zurechtkam, war Bernd Wiesberger. Der Sieger der diesjährigen China Open spielte fünf Birdies, leistete sich lediglich ein Bogey und reihte sich mit 66 Schlägen (-4) auf dem 17. Zwischenrang ein.
Von den weiteren Österreichern, die am Donnerstagvormittag abgeschlagen haben, brachte der Tiroler Alexander Kopp eine beachtliche 69er-Runde (-1) ins Clubhaus. Die Amateure Jakob Lotschak, Tim Hofmann (je 72/+2) und David Ennsmann (74+4) spielten Runden über Par-
Nach dem ersten Tag liegt der Chinese Zhou Yanhan in Führung, der mit einem Eagle auf seinem Schlussloch seine überragende 62er-Runde (-8) krönte. Mit einem Schlag Rückstand ist der Portugiese Ricardo Gouveia (63/-7) Zweiter. Einen weiteren Schlag zurück teilen sich bei sechs unter Par nicht weniger als sechs Spieler Rang drei.
Der Schlag des Tages gelang dem Brasilianer Frederico Biondi Figueiredo, der auf dem Par 3 der siebenten Bahn aus 132 Metern zu einem Hole-in-One einlochte.